Nikon 18-55 VR – Eine Objektiv-Frechheit

Ich bin immer dafür möglichst günstig an Dinge herangeführt zu werden, die einen guten Output bringen. So zum Beispiel mit der SLR-Fotografie zu beginnen. Dafür wird massenweise eine Consumer-Digitalkamera wie die Nikon D3000, D3100, D5000 oder D5100 mit dem günstigen Nikkor 18-55 VR kombiniert. Ich sag hier lieber mit dem billigen Objektiv. Geiz ist geil, aber solch ein Objektiv kann schon als Frechheit beschimpft werden. Natürlich kann ich dem Objektiv dankbar sein. Meine erste und einzige digitale Spiegelreflexkamera, die ich von einem Lottogewinn bezahlt habe, hatte gleich dieses „tolle“ Objektiv dabei. Ich durfte also üben damit.

So fing ich an, meine Ideen zu verwirklichen. Aber was mich immer wieder ärgerte: Warum konnten alle so tolle Fotos machen? Warum sehen bei meinen Fotos die Wolken immer so matschig aus? Tausende Bilder habe ich gemacht. Ganz geniale Fotos sind dabei: Belichtung, Motiv, Zeitpunkt – alles richtig gemacht. Aber dann wieder total enttäuscht, wenn es in die Nachbearbeitung geht.

Meine Güte, was stellt sich Nikon da wohl vor? Dieses Objektiv macht einen eigentlich guten Chip in der Kamera total kaputt. Das ist so ein Müll. Ich erinnere mich noch, als ich mal eine als Jugendlicher eine HI8-Videokamera gekauft habe, da sagte der Verkäufer zu mir: „Nehmen Sie die nicht, die hat ne Plastiklinse“. Es stellte sich zwar als Quatsch heraus, aber genauso komme ich mir vor! Die Scherbe von Nikon ist nicht nur außen Plastik, ich hab das Gefühl, dass sogar die Linsen aus Plastik sind!

Leider muss ich mich hier mal aufregen, denn ich schaue gerade mit Lightroom so durch, was ich alles für alte Bilder noch bearbeiten und veröffentlichen kann. Da sind wirklich tolle Bilder dabei, irre Motive von meinen Spaziergängen durch Hamburg, von Reisen etc. Und dann schön bearbeitet und teilweise einfach ein Matsch an der Oberfläche.

Ersetzt habe ich das „Objektiv“ durch ein Tamron 17-50 Di II 2.8. Ein herrliches Teil. Und mit knapp 400€ auch noch günstig. So genial, was das kann. Das beruhigt einfach die Nerven. Das beste Einsteigerobjektiv.

Schade um die ganzen Fotos. Aber ich werde sie noch zum Teil zeigen, fürs Web reicht es ja.

Danke, dass ich mich mal aufregen durfte!

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