Tabula Rasa = leerer Tisch und gucken, was wird

Aktualisiert

Da ist es passiert. Zack, Windoof war dicht. Es meldete sich bei mir der sogenannte Bundestrojaner. Nee, nicht der, der vom BKA installiert wird. Es ist so ein Abzockteil, mit dem man sich beim Surfen auf unsicheren Webseiten mit Windows infizieren kann, wenn man sich nicht gegen Trojaner schützt.

Es war 1 Uhr nachts letzte Woche. Ich saß da vor dem Schirm und sah mir das Bild an. 100€ wollen die jetzt von mir, damit ich das freischalte. Damit ich an mein Betriebssystem komme. Wer steckt sich das eigentlich in die Tasche? Freut sich jemand darüber? Soll ich den anzeigen? „Ist mir auch egal“, dachte ich. Bin ja selber Schuld, dass ich nur das AVG free nutze und nachts gedankenlos herumsurfe.

Eigentlich hat die Sache sogar seine gute Seite. Ich kann alles neu machen. Das System ist eh vollgemüllt. Ich hab die Datenplatten abgestöpselt und begonnen alles neu zu installieren. Am nächsten Morgen weiter.

Endlich mal Zeit nachzudenken!

Ja wirklich: Während ich so alles installierte, dachte ich so nach, was ich alles so mache. Das dauert bis jetzt an. Ich arbeite mittlerweile hauptsächlich im Auftrag. Erstelle Webseiten für Kunden. Mein ganzes Know-How fließt da hinein. Ich lerne ständig neue Dinge in Sachen Webdesign. Das ist ja auch alles ok so.
Doch häufig komme ich an den Punkt, wo ich darüber nachdenke, wo ich dabei bleibe. Meine Tip, wie ich eine Homepage am besten gestalten würde, muss sich in aller Regel den Kundenwünschen unterordnen. Das mag ja auch schön und gut sein. Aber oft trifft hier gefährliches Halbwissen (wenn es dann mal soviel ist) auf meine tiefgreifende Erfahrung.
Was will ich in einem, in zwei Jahren machen? Soll das immer so weitergehen? Das sind so Dinge, worüber ich jetzt nachdenke.

Schätze gefunden auf den Festplatten: Bilder! Fotos!

Meine Arbeit am PC ging noch weiter: Als das System lief und die „Burg“ durch Antiviren- und Trojanerabwehrprogramm (für die Neugierigen: ich habe mich für GData entschieden) gesichert war, kam die Sache mit der Datensicherung. Da war dann auch schnell etwas gefunden (Acronis True Image 2013). Ich wählte aus, was zu sichern war, hakte es an und ließ es auf die externe Platte laufen.

Aber was sichere ich da? Die Neugier war geweckt! Meine Güte. OMG! Was ich alles für tolle Bilder von meinen Spaziergängen mit dem Hund auf der Platte habe. Insbesondere von Hamburg. Jetzt sitze ich da, sortiere die Daten auf den Platten. Immer wieder gehe ich in Lightroom und schaue mir die Bilder an.

Ich komme immer wieder drauf, was der Stilpirat in seinem Blog schreibt: „Wenn ich fotografiere, bin ich glücklich“. Ja, es ist wirklich so. Ich erlebe meine Umwelt intensiv. Sammle Bilder – vor allem von Landschaften, die mich berühren. Ich habe wirklich tolle Fotos auf meinen Platten. Das wird jetzt noch sortiert und immer weiter veröffentlicht.

Und überhaupt, dieser Stilpirat! Sein Blog begeistert mich immer wieder, sauge vieles auf, was er so macht. Seine Art macht mich glücklich, bringt mich auch zum Nachdenken. Da gibt’s einen Beitrag, der mir aus der Seele spricht. Und noch einer, und noch einer… ich glaub ich habe in der letzten Woche den Blog mehrfach täglich aufgerufen und seine Worte eingesaugt. Der olle Sack. Recht hat er! Mach das, worauf du Bock hast.

Alles neu auf dem PC, dann mach was draus, aus deinem Leben!

Jetzt habe ich noch 2, 3 Projekte im Webdesign zu bearbeiten. Nochmal Luft holen. Ja, ich hab verdammt Bock auf gute Webseiten. Meine Projekte bringen den Kunden richtig gute Verkäufe: Gokarthof, Hamburger Radhaus, Kingcycles… die Liste lässt sich fortsetzen. Ich habe ganz erfolgreiche Seiten gemacht. Aber wo bleibe ich? Die liebsten Seiten sind die, die in Zusammenarbeit mit den Kunden entstehen, die auch Freunde geworden sind: Jutta Holtmann, Logopädie Surmann

Wo erkennt man mich? Meine Handschrift? Ich werde es ergründen. Ich glaube ich verkaufe mich mit Webdesign.

Ich hab diesen Blog, ihr werdet von mir lesen! Ich stecke hier noch ein bisschen im Umräumen… Zack!

Zum Schluß noch was schönes

Entstanden bei meinen zahlreichen Spaziergängen an der Alster in Hamburg.

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