Leben

Die Wintergrippe Wie du als Selbständiger mit Krankheit umgehst

Nein, es ist nicht die Männergrippe – es ist DIE Grippe! Seit Jahren bin ich jeden Winter durchgekommen ohne mich anzustecken. Nun war es wohl an der Zeit, dass ich das mal wieder erleben darf. Was für ein Mist! Da geht auch mal ein Ausrufezeichen, obwohl ich die in Texten überhaupt nicht mag.

Zwangspause mit stetigem Auf und Ab

Eine Krankheit ist für einen Selbständigen wirklich eine richtig dumme Sache. Einfach krankschreiben lassen geht ja nicht wirklich. Also muss man die Kunden vertrösten und auf Verständnis hoffen.
Die Krankheit ist da, das lässt sich nicht verleugnen. Der Körper fordert Ruhe. Du kannst einfach nicht produktiv vor dem PC sitzen und die Aufträge bearbeiten. Zum einen hast du überhaupt keinen fokussierten Gedanken bei Fieber, Schnupfen, Frösteln, Schwitzen usw… zum anderen würdest du deine Gesundheit noch weiter ruinieren.

Mich hatte es diesmal wirklich richtig hart erwischt. Es war wie in einem Drogenrausch, in Watte eingepackt – kein Hören, Atmung schwer und Schwitzen, dann wieder nackt der Winterkälte ausgesetzt mit unglaublichen Gliederschmerzen. Du gibst wirklich auf und verkriechst dich dorthin, wo du hingehörst: ins Bett.

Auch als Selbständiger ist Bettruhe Pflicht – und da machst du dir Gedanken

Im Bett machst du dir dann Gedanken über deine Selbständigkeit. Wie konnte es nur dazu kommen, dass du so darnieder liegst? Hast du dich vielleicht in all den Wochen davor zu stark verausgabt? Hast du zu viel von dir verlangt? Hast du dir zu viel auf die Schulten geladen? Konntest du wieder zu oft nicht nein sagen? Undundund? Ich kann diese Fragen bejahen, alles wollte ich schaffen, alle Pläne verwirklichen. Vielleicht war das dann doch zu dusselig. Jeder hat dich doch davor gewarnt, dass man nicht nur für die Arbeit leben soll. Du sollst doch auch mal Freizeit machen. Freizeit? Papperlapapp, wenn man das gefunden hat, was man mit Spaß macht, dann ist doch die Arbeit eigentlich eher Freizeit… oder nicht? Nee! Ist sie nicht, denn du machst ja auch Dinge, von denen keiner behaupten kann, dass die Spaß machen. Steuererklärung, über Programmierungen den Kopf zerbrechen, über Kundenabsagen ärgern, mit Kunden über Details diskutieren, usw. Das sind Dinge, die zwangsläufig dazu gehören.

Die beste Zeit zu dir zu kommen

Also ist die Krankheitszeit im Bett auch die beste Zeit darüber nachzudenken, was du in Zukunft anders machen wirst. Ich bin so zu dem ein oder anderen Entschluss gekommen. Dazu gehört natürlich, dass ich mich mehr darauf konzentrieren werde, was mir persönlich gut tut. Wie schnell ich Aufträge abarbeiten muss und wie viel ich mir aufhalse. Am liebsten würde ich natürlich der ganzen Welt zeigen wie toll ich bin und was ich alles kann. Aber das ist völlig unnötig. Man kann nur für seinen Kundenkreis da sein und diese Kunden dabei unterstützen, wofür sie dich bezahlen. Das muss dann irgendwann auch mal reichen. Und dann bist du selbst dran und sollst dich selbst verwirklichen. Ob du zum Sport gehst, eine Runde Fahrrad fahren, einfach mal vor dem Fernseher abhängst (ganz böse!), was schönes kochst oder fotografieren gehst – oderoderoder. Es gibt so viel, was dir hilft, dich mal ein bisschen im Abstand zur Arbeit zu bewegen.

Nach der Genesung nicht gleich über 100% in die Arbeit stürzen

Oben sagte ich, dass man ja als Selbständiger die Kunden vertrösten muss. Dazu sollte man sich bei Gesundung auf keinen Fall mit so vollem Elan in die Arbeit stürzen und versuchen die 14 Tage Krankheit wieder aufholen zu wollen. Das geht einfach nicht. Die Tage sind abgeschrieben. Man sollte einfach seiner Arbeit wieder ganz normal nachgehen und sich Gedanken darüber machen, wie man in Zukunft zum einen besser vorsorgt, z.B. finanziell und zum anderen sich damit beschäftigen wie man sich Ruhe- und Auszeiten gönnen kann, um so schnell nicht wieder krank zu werden. Überfordere dich einfach nicht noch einmal so stark.

Das Beste ist: Ich habe endlich wieder einen Blogartikel geschrieben. Juchuh! Ausrufezeichen.

 

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